
Siemens Industrial Edge verbindet lokales Computing direkt an Maschinen und Anlagen mit zentralen und cloudbasierten Systemen. Daraus entstehen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten – gleichzeitig sind die zugrunde liegenden Datenflüsse, Abhängigkeiten und Prozesse für Außenstehende oft schwer vorstellbar.
Unsere Aufgabe war deshalb nicht nur, einzelne Funktionen zu erklären. Ziel war es, die Technologie in einem glaubwürdigen industriellen Kontext sichtbar zu machen und anhand konkreter Anwendungsszenarien zu zeigen, welchen praktischen Mehrwert Industrial Edge im Produktionsalltag schaffen kann.
Unsere Antwort war ein Digital Twin einer realen Produktionsumgebung als Realtime-3D-Anwendung. Die virtuelle Fabrik vereint unterschiedliche Maschinen, eine Leitwarte und den zugehörigen Serverraum in einer zusammenhängenden Umgebung.
Innerhalb dieses Szenarios lassen sich verschiedene Industrial-Edge-Use-Cases räumlich verorten, miteinander verbinden und interaktiv vermitteln. So wird aus einer abstrakten Systemarchitektur ein nachvollziehbares Gesamtbild: Wo entstehen Daten? Wo werden sie verarbeitet? Welche Systeme kommunizieren miteinander? Und welchen Einfluss hat das auf industrielle Prozesse?
Im virtuellen Produktionsumfeld werden unter anderem sichtbar:
Die Anwendung setzt bewusst auf Interaktion. Nutzer können sich durch die virtuelle Produktionsumgebung bewegen, einzelne Szenarien entdecken und die Zusammenhänge zwischen Maschinen, Daten und Infrastruktur nachvollziehen.
Damit entsteht ein Zugang zu Industrial Edge, der über klassische Diagramme oder Präsentationen hinausgeht. Die Technologie wird nicht isoliert beschrieben, sondern genau dort gezeigt, wo ihr Nutzen entsteht: im Zusammenspiel unterschiedlicher Systeme innerhalb einer industriellen Umgebung.
Die einzelnen Use Cases verdeutlichen dabei praxisnah, wie Industrial Edge dazu beitragen kann, Prozesse zu optimieren und industrielle Abläufe effizienter zu gestalten.
Die Digital-Twin-Anwendung wurde so konzipiert, dass sie in unterschiedlichen Kommunikationssituationen eingesetzt werden kann – beispielsweise auf Messen, im Web oder auf geeigneten Endgeräten.
Ergänzt wird die Anwendung durch ein eigens entwickeltes Content Management System. Darüber können Inhalte innerhalb des Digital Twins gepflegt und aktualisiert werden, ohne die gesamte Anwendung neu produzieren zu müssen.
Damit bleibt die Plattform auch über den ursprünglichen Projektstand hinaus flexibel: Inhalte und Use Cases können an neue Kommunikationsanforderungen angepasst und innerhalb der bestehenden Erlebniswelt vermittelt werden.
Zentrale Leistungen:
Der Digital Twin schafft einen gemeinsamen visuellen Kontext für die vielfältigen Möglichkeiten von Siemens Industrial Edge. Technologien, Prozesse und Vernetzungen, die sich in isolierten Darstellungen nur schwer vermitteln lassen, werden innerhalb einer konkreten Produktionsumgebung nachvollziehbar.
Gleichzeitig ermöglicht die flexible Ausspielung, das Erlebnis in unterschiedlichen Situationen einzusetzen – vom persönlichen Kontakt auf einer Messe bis zur digitalen Präsentation über Web und Endgeräte.
So entsteht aus einer komplexen technologischen Plattform eine Anwendung, die Industrial Edge anschaulich vermittelt und potenziellen Nutzer einen praxisnahen Zugang zu seinen Einsatzmöglichkeiten eröffnet.
Eine der zentralen Herausforderungen des Projekts lag in der Übersetzung komplexer technischer Zusammenhänge in eine räumlich verständliche Geschichte. Die virtuelle Fabrik musste deshalb mehr leisten als eine realistische Darstellung von Maschinen und Produktionsbereichen: Sie bildet den gemeinsamen Kontext, in dem die unterschiedlichen Industrial-Edge-Use-Cases miteinander verständlich werden.
Entsprechend wurden technische Inhalte, räumliche Inszenierung und Interaktion als zusammenhängendes Erlebnis gedacht. Die Realtime-3D-Umgebung schafft Orientierung, während die einzelnen Use Cases gezielt dort eingebunden werden, wo ihre Funktion innerhalb des Produktionsprozesses nachvollziehbar wird.
Parallel dazu wurde mit dem CMS eine technische Grundlage geschaffen, über die Inhalte langfristig gepflegt und weiterentwickelt werden können. So verbindet das Projekt die Inszenierung eines digitalen Industrieerlebnisses mit einer flexibel nutzbaren Content-Infrastruktur.
Erzählen Sie uns davon — wir schätzen ehrlich ein, was eine Simulation dafür leistet und was nicht.
Wie erklärt man eine Technologie, deren Stärke vor allem im Zusammenspiel von Maschinen, lokalen Systemen und Cloud-Infrastruktur liegt? Für Siemens haben wir Industrial Edge aus der abstrakten IT-Ebene in eine realitätsnahe Produktionsumgebung übersetzt: als interaktiven Digital Twin einer Fabrikanlage, in dem konkrete Use Cases direkt erlebt und verstanden werden können.